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 Nrw..

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BeitragThema: Nrw..   Do Jan 07 2010, 10:40

Zur Zeit lebe ich ja in Nrw,...damit ihr uns auch versteht (jaaa, manchmal ist das gar nicht einfach) habe ich hier ein paar gängige Begriffe/Gramatik zusammengetragen.
Ich wünsche Euch viel Spaß bei lesen und freue mich auf Eure Antworten.

•anbölken - laut beschimpfen, anschreien
"Hat der Alte gestern wieder gebölkt."
•Balken, der - Dachboden, Speicher
"Häng die Schützenfestfahne aussem Balken."
•beömmeln - sich über jemanden oder etwas amüsieren
"Über euren Menne könnt ich mich immer wieder beömmeln."
•betuppen - betrügen
"Der Tünnes wollte mich glatt um 2 Mark betuppen."
•Blagen - Kinder (meist Mehrzahl)
"Sach den Blagen, se solln nich son Krach machen."
•Bollerkopp - ungehobelter lauter Zeitgenosse
•Bömsken - Bonbon, Süßigkeiten
•Bumms, der - große Schusskraft beim Fußball
"Der neue Stürmer hatten Riesenbumms auffen Schlappen."
•dicke - a) Ausdruck für betrunken sein
dicke - b) im Sinne von reichlich
"Fünf Mann passen dicke innen Käfer."
•Ette - Kosename für Frau/Freundin
•Foffo - Geschwindigkeit
"Der kam mit nem Foffo umde Kurve geschmiergelt."
•friemeln - zusammenflicken
"Der friemelt noch immer seinen ollen Käfer zusammen."
•Wem gehörste? Frage der Älteren an Kinder, welcher Familie sie angehören.
•gezz - Ausssprache von "jetzt"
•Graupe, die - Versager im Sport
•groggi - müde, erschöpft sein
"Karl hatten ganzen Tach im Garten herumgewullackt, gezz isser groggi."
•Hörnertee, der - auf Schützenfesten sehr beliebte Kräuterlikör [auch Hörnerbrause oder Hörnerwhiskey]
•Kerr - drückt Erstaunen aus
"Kerr, hat der sich gestern einen hinter die Binde gegossen."
•Killefitt - Unsinn, dummes Zeug
"Mach ja kein Killefitt, ich verlaß mich auf dich."
•Klotschen - Holzschuhe
•Knifte - Butterbrot, Stulle, Karo
•lunterig - müde, abgespannt, schlapp; besonders nach anstrengender Arbeit oder kurz vor einer Grippe
•Mauken - Füße
"Tu endlich deine Mauken vom Tisch."
•Nuckelpinne - altes Auto
•oppe sein - aufgebraucht, kraftlos
•Oschi - großer Gegenstand
•Pohlbürger - Jemand, dessen Familie schon seit Generationen an einem Ort wohnt
•rammdösig - verrückt vor lauter Lärm und Gerede
"Von dem Gedudel wirste ja echt rammdösig."
•rantern - Kinder, die längst schlafen sollten, verursachen immer noch laute Geräusche
•röppen - feste ziehen, hin- und herbewegen
•Schluffen/Schlappen - a) Pantoffel
Schluffen - b) Breitreifen
"Hat sich jetzt 195er Schluffen auffe Felgen gezogen."
•Schlunz, der - unsauber aussehende, gammelig gekleidete Person
•Schmacht, der - Hunger, Kohldampf
•Schmackes - Elan, Schwung
•schnäbeln - küssen
•schnuppe/schnurzpiepe - egal sein
"Ist mir schnurzpiepe, wie du das schaffst."
•Schochen - Beine, hauptsächlich Fußballerbeine
•Spirenzken - Unagemessenes Tun
"Hör endlich mit den Spirenzken auf."
•stramm - betrunken
•strunkelig - leicht angetrunken
•Tacken - ein kleines Stückchen mehr
•Tinnef - Mist, Unsinn
•Verdorri - feine Umschreibung für verdammt
"Verdorri noma, gezz hab ich mich schon wieder verhaun."
•Wallachei - rückständige, unwegsame Gegend
"Wie sind mittem Jeep durche Wallachei gefahren, die Leute da machen echt das Licht mittem Hammer aus."
•wämmsen - sich prügeln, hauen
•woll - Allerweltswort, eines der meistgesprochenen Wörter im Sauerland, bekräftigt jeden Satz. Das sprachliche Erkennungszeichen der Sauerländer.
•zugange sein - gerade mit etwas beschäftigt sein
"Hat er sein Auto schon gewaschen? Nein, er is noch zugange."
•Auch so - ebenfalls
"Einen schönen Tag noch - Auch so"
Sauerländische Grammatik
•Das "R" wird im Auslaut betonter Silben durch gleitendes "A" ersetzt. Gleichzeitig wird der Vokal gelängt.
dort - doat
Wurst - Wuast
•Das "G" im Silben Auslaut wird als "CH" gesprochen.
steigt - steicht
Katalog - Kataloch
Tag - Tach
Genug - genuch
•Neben obigen Aufweichungen gibt es auch Verhärtungen.
das - datt
Kopf - Kopp
Häuschen - Häusken
•Artikel werden an Verhältniswörter oder Bindewörter angehängt.
anne Füße
ummen Hals
vonne Socken sein
weile Gegend da schöner ist
•Der Genetiv existiert im Sauerland eigentlich nicht.
Meines Bruders Haus - Mein Bruder sein Haus, noch besser – ihm sein Haus
wessen - wem sein
dessen - dem sein

•Das Wort "am" vor einem Verb drückt wie die englische "ing"-Form aus, dass eine Handlung andauert.
Es ist am plästern
Wir waren noch am pennen
•"Dafür", "davon" und "dazu" werden auseinander gezogen.
davon hast du gar nichts - da haste garnix von
dafür kann er nichts - da kann er nix für
•Für-/Eigenschaftswörter werden oft nicht gebeugt.
Zieh dir mal en sauber Hemd an
Im Urlaub hatten wir schlecht Wetter
Wat unser Mutter sagt, wird gemacht
•Pronomen nach einem Verb werden direkt ans Verb angehangen und verkürzt.
da must du jetzt - da musse gezz
Kannst du das mal machen?- Kannze datma machen?
Das kriegst du nicht - Dat krissenich
Da sagst du was - Da sachste wat
•Kausalsätze werden ungern mit "weil" und "dem" eingeleitet.
Ich habe kein Bier geholt, denn ich wußte nicht, daß ihr kommen würdet. - Ich hab kein Bier geholt, ich wußte ja nicht, datter kommt.
Er hat die Stelle als Meister bekommen, weil er die besten Zeugnisse hatte. - Er hat den Posten als Meister gekricht, er hatte ja die besten Zeugnisse.
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Mike
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Alter : 47
Ort : Chemnitz ( Korl-Morx-Stodt )

http://www.engel-b.com
BeitragThema: Re: Nrw..   So Jan 10 2010, 10:43

Ich glaube, wenn Falk und ich hier mit so nem ( einem ) Wörterbuch anfangen würden, würde es den Rahmen dieser kompletten Webseite sprengen!!! Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy
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Sunny2910

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BeitragThema: Re: Nrw..   Sa Jan 23 2010, 13:49

ich (als ur-nrw´lerin) trage mal das wörtchen "pümpel/pömpel" nach....

genutz für zb den saugpümpel/- pömpel für die toilette...
oder dieses rot-weiß gestreifte dingens, wenn man auf ein grundstück nicht drauffahren darf....

immer gern genutzt für sachen, wo uns das wort nicht einfällt ^^
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Nrw..

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